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Sicherheit durch Überdruck

Für die Rauchfreihaltung von Flucht- und Rettungswegen (innenliegende Treppenräume, Sicherheitstreppenräume,
Flure, Feuerwehraufzugsschächte)


Selbsttätig regelnde Rauchschutz-Druckanlagen

Die Eichelberger-RDA-Anlagen basieren auf einer selbsttätig wirksamen Regelung. Bestandteile sind immer das Rauchschutz-Zuluftgerät und eine selbsttätige, federbetriebene Druckregelklappe. Damit wird bei sich öffnenden/schließenden Türen eine schnellstmögliche Druckregelung sichergestellt, die den zeitlichen Anforderungen der EN 12101-6 entspricht.
Die Druckregelklappe regelt den Überdruck im Treppenraum mit Hilfe eines Federsystems völlig selbsttätig ohne Hilfsenergie. Der Ansprechdruck ist vorort über die Federauslenkung zwischen 25 Pa und 75 Pa einstellbar. Werkseitig wird ein Wert von 50 Pa eingestellt.
Das Schließmoment des Klappensystems ist an öffnende Luftkraftmomente angepasst. Bis zum Erreichen des Ansprechdrucks (50 Pa) bleibt die Klappe geschlossen. Bei weiterem Druckanstieg öffnet die Druckregelklappe gerade so weit, dass bei der Durchströmung der eingestellte Wert als Druckverlust und somit als Überdruck im Treppenraum entsteht.
Bei sich öffnenden Türen und daraus resultierendem Druckabfall schließt sich unmittelbar die Druckentlastungsklappe und der gesamte Zuluftvolumenstrom (abzüglich Leckageluftmenge) steht für die Durchströmung der offenen Tür zur Verfügung. Das Schließen der Tür hat unmittelbar das Öffnen der Druckentlastungsklappe zur Folge; zu keinem Zeitpunkt wird der maximal zulässige Überdruck von 50 Pa überschritten.
Alle Reaktionen der Anlage erfolgen selbsttätig. Messwertgeber, Druckregler, Stellantriebe, Klemm- und Übergabestellen können entfallen. Dies bedeutet eine Minimierung möglicher Ausfallkomponenten.
Beim Rauchschutz-Druckgerät Typ RDA sind die Druckregelklappen im Zuluftgerät in Bypass- Anordnung integriert.

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Übersicht Geräte

Rauchschutz-Zuluftgerät Typ RDS 400 – 1000

Kastengerät mit integriertem Axialventilator mit stufenlos verstellbaren Laufschaufeln und Nachleitrad sowie Kennlinienstabilisator. Der Stabilisator verhindert das bei Axialventila-
toren übliche Abrissgebiet im linken Bereich der Kennlinie. Damit ist der gefahrlose Einsatz im Reihen- oder Parallelbetrieb oder bei sich ändernden Anlagenzuständen (öffnende/schließende Türen) möglich. Optional ist eine wetterfeste Ausführung für Außenaufstellung lieferbar. Auch kann eine isolierte Jalousieklappe mit Federrücklaufmotor integriert werden.

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Rauchschutz-Zuluftgerät Typ RDS 400 – 1000



Rauchschutz-Druckgerät Typ RDA 400 – 800

Das Rauchschutz-Druckgerät Typ RDA regelt den Druck mit Hilfe von integrierten Druckentlastungsklappen selbsttätig ohne zusätzliche Komponenten. Die federbelasteten Druckentlastungsklappen sind im Bypass zum Ventilator geschaltet. Steigt der Überdruck über den vorgesehenen Wert von 50 Pa an, so öffnen die Klappen und ein Teil des Ventilator-Volumenstromes zirkuliert innerhalb des Gerätes. Öffnen sich Türen und der Druck sinkt ab, schließen über Federkraft unmittelbar die Druckentlastungsklappen und der volle Volumenstrom steht für die Durchströmung der offenen Tür bereit.

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Rauchschutz-Druckgerät Typ RDA 400 – 800



Druckregeleinheit für Dachanordnung Typ DEK-V-DS

Bei dieser Variante ist die selbsttätige Druckregelklappe in einem Dachsockel eingebaut. Eine motorische, isolierte Jalousieklappe (mit Federrücklaufmotor, stromlos öffnend) ist nachgeschaltet. Die Luft strömt über eine Lamellenhaube vierseitig ab. Somit ist eine windrichtungsunabhängige Wirkungsweise gegeben.

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Druckregeleinheit für Dachanordnung Typ DEK-V-DS


Druckregeleinheit für Dachanordnung Typ DEK-V-LK mit Licht-, Lüftungs- und Rauchabzugsoption

Der ein- oder zweiteilige Dachsockel aus verzinktem Stahlblech beinhaltet die selbsttätige Druckregelklappe. Den Abschluss bildet eine Lichtkuppel mit Überschlagsantriebsmechanismus, der einen Öffnungswinkel von ca. 165° bewirkt und somit ebenfalls eine windrichtungsunabhängige Funktion der Druckentlastung sicherstellt. Die Ausrüstung der Druckregelklappe mit einem zusätzlichen Stellantrieb ermöglicht Optionen für Licht, Lüftung und Rauchabzug.

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Druckregeleinheit für Dachanordnung Typ DEK-V-LK mit Licht-, Lüftungs- und Rauchabzugsoption




Druckregeleinheit für Wandanordnung Typ DEK-H

Es wird eine Vielzahl von Varianten für an der Wand zu befestigende Druckregeleinheiten angeboten. Innen- oder Außenwandlösungen sind ebenso möglich wie Wandeinbauvarianten oder die architektonisch ansprechende Kombination der Druckregelklappe mit einem Lamellenfenster.

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Druckregeleinheit für Wandanordnung Typ DEK-H


Erläuterungen:

Die Rauchfreihaltung von Flucht und Rettungswegen, insbesondere von notwendigen Treppenräumen ist eine wichtige Voraussetzung, um eine Evakuierung von Menschen und einen Löschangriff der Feuerwehr zu ermöglichen.

Radialventilator Funktionsprinzip
Durch den Aufbau eines definierten Überdrucks im Treppenraum gegenüber der angrenzenden Nutzungseinheit soll das Eindringen von Rauch in den Fluchtweg verhindert werden.

Radialventilator Warum Überdruck in Flucht- und Rettungswegen und nicht Entrauchung?
Treppenräume und Flure sind keine Brandräume. Mögliche Brandräume stellen dagegen die angrenzenden Nutzungseinheiten dar. Eine maschinelle Entrauchung erzeugt immer einen Unterdruck im beaufschlagten Raum. Dies kann bewirken, daß aus den Nutzungseinheiten Brandrauch in das Treppenhaus oder den Flur gesaugt wird und der Rettungsweg unpassierbar wird. Die Behandlung von Flucht- und Rettungwegen sollte deshalb immer in Verbindung mit einem Zuluftventilator erfolgen, um im Rettungsweg einen Überdruck gegenüber der Nutzungseinheit zu erzielen.

Radialventilator Wie groß muß der Überdruck sein?
Im Brandfall darf die Druckdifferenz auf keine der angrenzenden Türen eine größere Kraft als 100 N (das entspricht ~50 Pa bei einer 2 m²-Tür) ausüben, da sonst das Risiko besteht, daß die Tür im Brandfall nicht mehr zu öffnen ist. Die Druckdifferenz muß größer sein als der Brandraum-Überdruck an der Tür-Oberkante (ca. 5-10 Pa).

Radialventilator Wie muß eine Rauchschutz-Druckanlage reagieren, wenn sich Türen öffnen?
Der konstante Überdruck kann einen Raucheintritt verhindern solange alle Türen geschlossen sind. Öffnet sich eine Tür, so erfolgt in einem Zeitraum von weniger als 1s der Druckausgleich. In diesem Moment gilt es, sicherzustellen, daß der offene Türquerschnitt mit einer ausreichenden Geschwindigkeit durchströmt wird. Diese erforderliche Geschwindigkeit ist abhängig vom Brandraumdruck und damit von der Temperatur.

Wir empfehlen eine Bemessung nach Europäischer Norm prEN 12101-6; hier wird für die Durchströmung geöffneter Türen eine Geschwindigkeit von 0,75 m/s angesetzt. (bzw.2 m/s wenn auch Brandbekämpfungsmaßnahmen über das Treppenhaus durchgeführt werden.)

Als maximale Regelzeit für die Druckanlage sind 3 Sekunden festgelegt.

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