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Entrauchungsventilatoren (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen)

Maschinelle Entrauchungsanlagen
Maschinelle Rauchabzugsanlagen dienen dazu, im Brandfall in dem vom Brand betroffenen Abschnitt Rauchgase abzusaugen, um flüchtenden Personen die Selbstrettung zu ermöglichen und der Feuerwehr den Zugang zum Gebäude fur Lösch- und Rettungsmassnahmen zu erleichtern.
Anlagen fur die Selbstrettung sind so konzipiert, dass über einen definierten Bemessungszeitraum unterhalb der Rauchschicht eine raucharme Schicht aufrecht erhalten wird (siehe DIN 18232-5).
Darüber hinaus dienen Entrauchungsanlagen der Erzeugung von kontrollierten Unterdrücken im Brandraum, um einen Rauchaustritt in Flucht- und Rettungswege zu verhindern. Anlagen zur Rauchverdünnung mit vorgegebenen Luftwechselzahlen sind in der Praxis - vor allem in kleineren Räumen - ebenfalls üblich.

Prüf- und Bemessungsnormen
    Deutschland Europa
Maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA)
Anforderung und Bemessung
DIN 18232-5 pr EN 12101-5
Technical Report
Maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA)
Anforderung an die Einzelbauteile und Eignungsnachweise
DIN V 18232-6 EN 12101-3

Baurechtliche Anforderungen an Entrauchungsventilatoren
Entrauchungsventilatoren sind Bestandteil der Bauregelliste B Teil 1 des Deutschen Instituts fur Bautechnik und unterliegen dem Geltungsbereich harmonisierter Normen nach der Bauproduktenrichtlinie.
CE-Konformitatszertifikat
Entrauchungsventilatoren dürfen nur in den Geschäftsverkehr gebracht werden, wenn sie von einer notifizierten Prüf-/Überwachungs-/Zertifizierungsstelle zertifiziert sind und der Hersteller das CE-Zeichen (Konformitat in Bezug auf EN 12101-3) angebracht hat. Voraussetzung hierfür ist eine Prufung des Ventilators (oder der Baureihe) gemäss EN 12101-3 und eine werkseigene Produktionskontrolle, die durch die Überwachungsstelle fremdüberwacht wird.
Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung
Fur die Verwendung von Entrauchungsventilatoren ist darüber hinaus in Deutschland eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut fur Bautechnik (DIBt) erforderlich, in der weitere Anforderungen, insbesondere an die Aufstellbedingungen formuliert sind. Unter anderem sind hier festgeschrieben:
  • Aufstellungsort
        - ausserhalb von Gebäuden
        - innerhalb von Gebäuden, auserhalb der Brandräume
        - innerhalb von Gebäuden, innerhalb der Brandräume
  • Temperatur-Zeit-Klassifizierung
  • Auslösebedingungen
  • Schneelastklasse
  • Eignung fur den täglichen Lüftungsfall

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    Übersicht Geräte


    NSR-hb

    Entrauchungsventilator mit Keilriemenantrieb 620 °C

    Zulassungs-Nr.: Z - 78.11-139
    EG-Konformitätszertifikat: 0761-CPD-0023

    Einseitig saugender Hochleistungs-Radialventilator, geeignet für die Förderung von Rauchgasen mit einer Temperatur von 620°C über 90 Minuten

  • Durch den Keilriemenantrieb sind nachträgliche Leistungsanpassungen möglich.
  • Günstige Wirkungsgrade (-76%). Somit sind die Ventilatoren auch für einen kombinierten Entlüftungs-/Entrauchungsbetrieb geeignet.
  • Druckerhöhungen bis 3500 Pa ermöglichen den Einsatz in komplexen Kanalnetzen mit hohen Druckverlusten.
  • Zwei unterschiedliche Betriebspunkte können über einen Tandemantrieb mit zwei Motoren realisiert werden.




    NSR-hb

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    Leistungsumfang:
  • 19 Baugrößen: NSR 180 hb … 1400 hb
  • Förderleistung: 360 - 140.000 m³/h
  • Statische Druckerhöhung: bis 3.500 Pa

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    NSR-ETK

    Entrauchungsventilator mit Keilriemenantrieb 1.000 °C

    Zulassungs-Nr.: Z - 78.11-143
    EG-Konformitätszertifikat: 0761-CPD-0025

    Einseitig saugender Radialventilator, geeignet für die Förderung von Rauchgasen mit einer Temperatur von 1.000° C über 90 Minuten

  • Betrieb bei 1000°C ohne Beimischung möglich
  • Gegenüber der traditionellen Beimischtechnik ist der NSR-ETK platzsparend und kostengünstig.

    Leistungsumfang:
  • 5 Baugrößen: NSR 450 ETK … 710 ETK
  • Förderleistung: 2.000 - 40.000 m³/h
  • Statische Druckerhöhung: bis 3.400 Pa



  • NSR-ETK

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    EW-hb ⁄ EW-ib

    Entrauchungs-Wandventilator

    Zulassungs-Nr.: Z - 78.11-141 und Z - 78.11-142
    EG-Konformitätszertifikat: 0761-CPD-0026 und 0761-CPD-0024

    Direkt getriebener Radialventilator zur Befestigung an Wänden und Decken sowie für Bodenaufstellung, geeignet für die Förderung von Rauchgasen mit einer Temperatur von 620°C über 90 Minuten / 120 Minuten

  • Eine Vielzahl von Aufstellmöglichkeiten sichert eine optimale Anpassung an bauliche Erfordernisse.
  • Kompakte Bauweise ermöglicht platzsparende Montagen.
  • Der Einsatz gemäß Garagen-Verordnung wird durch zwei parallel geschaltete Ventilatoren realisiert, die über einen gemeinsamen Ansaugkasten angeströmt werden. Mit polumschaltbaren Motoren können mehrere Betriebszustände wie Entlüftung / COWarnstufe / Entrauchung umgesetzt werden.

    Leistungsumfang:
  • 9 Baugrößen: EW 355 hb/ib … 900 hb/ib
  • Förderleistung: 200 - 55.000 m³/h
  • Statische Druckerhöhung: bis 2.400 Pa



  • EW

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    ED-hb

    Entrauchungs-Dachventilator

    Zulassungs-Nr.: Z - 78.11-140
    EG-Konformitätszertifikat: 0761-CPD-0027

    Direkt getriebener Radialventilator zur Aufstellung auf Dächern, geeignet für die Förderung von Rauchgasen mit einer Temperatur von 620°C über 90 Minuten

  • Dachventilatoren bewirken einen Unterdruck in der gesamten Entrauchungsleitung. Bei ev. Leckagen erfolgt kein Rauchaustritt ins Gebäude.
  • Statische Druckerhöhungen bis 2400 Pa erlauben auch den Einsatz in komplexen Leitungsnetzen mit hohen Druckverlusten.

    Leistungsumfang:
  • 9 Baugrößen: ED 355 hb … 900 hb
  • Förderleistung: 200 - 50.000 m³/h
  • Statische Druckerhöhung: bis 2.400 Pa



  • ED-hb

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    Allgemeine Anforderungen an Entrauchungsanlagen

    Auslöseeinrichtungen
    Entrauchungsanlagen müssen über automatische Auslöseeinrichtungen verfügen die auf Rauch (Rauchmelder) ansprechen. Zusätzlich müssen Entrauchungsventilatoren über Schalteinrichtungen durch Handauslösung über Drucktaster in Betrieb gesetzt werden können. Die Anordnung und Anzahl der zu installierenden Rauchmelder ist entsprechend DIN VDE 0833-2 vorzunehmen.
    Abnahme
    Maschinelle Abzüge einschließlich ihrer Auslösevorrichtungen und ihrer Energieversorgung müssen nach dem betriebsfertigen Einbau im Hinblick auf einwandfreie Installation und Funktion und im Hinblick auf das gegenseitige Zusammenwirken der Komponenten überprüft werden – dies ist in Form einer Abnahmeprüfung durchzuführen und zu dokumentieren.
    Bei der Funktionsprüfung mit normalen Fördermediumstemperaturen von ca. + 20 °C ist die für diesen Betrieb zulässige Stromaufnahme in Verbindung mit der korrekten Laufrad-Drehrichtung zu prüfen.
    Anforderungen an den Funktionserhalt von Kabelanlagen und Verteilern
    Die Aufrechterhaltung der Energieversorgung muss im Brandfall für die Entrauchungsventilatoren sichergestellt sein. Elektrische Kabelanlagen müssen deshalb entweder außerhalb des zu entrauchenden Bereiches verlegt sein, oder für die elektrischen Kabelanlagen muss mindestens eine Funktionserhaltsklasse E30 nach DIN 4102-12 nachgewiesen werden. Die Funktionserhaltsdauer muss mindestens der Zeit-Klassifizierung des zu versorgenden Bauteils entsprechen.
    Als Kabelanlagen gelten Starkstrom-Kabel und -Leitungen sowie Installations-Kabel und -Leitungen einschließlich der zugehörigen Kanäle, Verbindungselemente und Tragevorrichtungen.
    Gemäß Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) sind für Maschinelle Entrauchungsanlagen folgende Mindest-Anforderungen festgelegt:
  • Funktionserhaltsklasse E90
    Die Dauer des Funktionserhalts der Leitungsanlagen muss mindestens 90 Minuten betragen bei maschinellen Rauchabzugsanlagen für Versammlungsstätten nach der Muster- Versammlungsstättenverordnung, für Verkaufsstätten nach der Muster-Verkaufsstättenverordnung sowie für andere Sonderbauten, für die dieses im Einzelfall verlangt wird; abweichend hiervon genügt für Leitungsanlagen, die innerhalb von Treppenräumen verlegt sind, eine Dauer von 30 Minuten.
  • Funktionserhaltsklasse E30
    Die Dauer des Funktionserhalts der Leitungsanlagen muss mindestens 30 Minuten betragen bei maschinellen Rauchabzugsanlagen und Rauchschutz-Druckanlagen in anderen Fällen.
    Wartung und Funktionskontrollen
    Entrauchungsventilatoren müssen unter Beachtung der Grundmaßnahmen zur Instandhaltung gemäß DIN 31 051 in Verbindung mit DIN EN 13 306 entsprechend den Herstellerangaben ständig betriebsbereit und instandgehalten werden.
    Die Entrauchungsventilatoren müssen so aufgestellt und installiert werden, dass eine Inspektion, Wartung und Instandsetzung einfach und sicher durchgeführt werden kann.
    Auf Veranlassung des Eigentümers der Rauchabzugsanlage muss die Überprüfung der Funktionsfähigkeit und Betriebsbereitschaft des Zulassungsgegenstandes mindestens in halbjährlichen Abstand erfolgen. Die Durchführung der Überprüfung ist vom Betreiber der Entrauchungsventilatoren zu dokumentieren. Die Dokumente sind vom Betreiber aufzubewahren.


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