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Baureihe NSR-hb

  NSR-hb - Maßblatt
  NSR-hb - Übersicht ⁄ Ausschreibungstexte


Zubehör       Kühlluftbeimischung       Sonderbauformen       Montageempfehlung L90-Kanäle

Aufstellungs- und Wartungshinweise       Technische Erläuterungen ⁄ Kennlinien       Zulassungen


Keilriemengetriebener Entrauchungsventilator

Typ NSR-hb Zulassungs-Nr.: Z - 78.11-139

EG-Konformitätszertifikat: 0761-CPD-0023

Einseitig saugender Hochleistungs-Radialventilator,
geeignet für die Förderung von Rauchgasen mit
einer Temperatur von 620°C über 90 Minuten.

Leistungsumfang
  19 Baugrößen   NSR 180 hb … 1400 hb  
  Förderleistung   360 - 140.000 m³/h
  Statische
  Druckerhöhung    
  bis 3.500 Pa



Zubehör       Seitenanfang


1 elastische, temperaturbeständige Stutzen für Saug- und Druckseite, für 600º C
2 Selbsttätige Jalousieklappe, hauptsächlich zur Vermeidung von Kaltlufteinfall
3 Kontroll- bzw. Revisionsklappe
4 Ausblasstutzen mit Schutzgitter
5 Wetterschutz, kompl. über Motor, Antrieb und Lagerung, für Außenaufstellung vorgesehen
6 Entwässerungsstutzen
7 Stahlfeder-Schwingungsdämpfer, ausgelegt auf Eigenfrequenzen kleiner vier Hz
8 zusätzlicher Grundrahmen, Betonausguß möglich
9 Zuströmkasten mit Einlaufdüse, vorbereitet für Kaltluftbeimischung und problemloser L90-Isolations-
befestigung bei Innenaufstellung, korrosionsbeständige Ausführung für Außenaufstellung. In Kanal-
und Rohrausführung erhältlich.



Kühlluftbeimischung       Seitenanfang

Bei Innenaufstellung Ventilatoren in isolierter Ausführung verwenden

Bei der Aufstellung von Entrauchungsventilatoren innerhalb von Gebäuden ist die Verwendung eines Ventilators in isolierter Ausführung aus folgenden Gründen geboten:
  • Die durchgängige L90-Qualität vom Brandraum bis nach außen darf durch den Ventilator nicht unterbrochen werden. Außerhalb des Brandraumes gilt nach DIN 4102 die Anforderung für L90-Leitungen, dass die Oberflächentemperaturerhöhung maximal 140 K beträgt. Der Ventilator einschließlich seiner elastischen Stutzen muss also isoliert sein. Unisolierte Ventilatoren können bei bestimmungsgemäßem Betrieb selbst zur Brandquelle werden.
  • Lager, Keilriemen und Motor sind vor zu hoher Temperatureinwirkung zu schützen.


    Kühlluft:

    Entrauchungsventilatoren strahlen im Brandfall eine erhebliche Wärmemenge ab. Zum Schutz von Lager, Keilriemen und Motor ist die Umgebungstemperatur auf 40° C zu begrenzen. Dies lässt sich durch eine der folgenden Methoden realisieren:
  • Durch ein geeignetes Zu- und Abluft-System wird bauseits sichergestellt, dass die Umgebungstemperatur im Aufstellungsraum maximal 40° C beträgt. Empfohlene Volumenströme sind nachstehender Tabelle zu entnehmen. Es ist zu empfehlen, die Zuluft in Motornähe einzubringen.
  • Die für die Kühlung der Antriebsteile erforderliche Kühlluft wird über eine Beimischöffnung auf der Saugseite des Ventilators angesaugt und über die druckseitige Entrauchungsleitung transportiert. Bauseits muss in diesem Fall nur für eine Nachströmmöglichkeit gesorgt werden. Auch hier ist sicherzustellen, dass sich eine Raumströmung einstellt, die dafür sorgt, dass Frischluft über die Antriebsteile gesaugt wird. Für die Umsetzung bieten wir für jede Baugröße entsprechende Beimischstutzen an, deren freie Ansaugflächen nach den erforderlichen Kühlluftvolumenströmen bemessen sind.
  • Der Aufstellungsraum des Ventilators ist erheblich größer als der Ventilator selbst. Ab einem Verhältnis für Ventilatorgehäuseoberfläche zu Aufstellungsraumoberfläche von F / F > 50 kann auf zusätzliche Motorkühlung verzichtet werden. (Vorausgesetzt, der R V Ventilator stellt die einzige relevante Wärmequelle im Aufstellungsraum dar).

    Tabelle: Kühlluftmengen, Oberflächen und Wärmeabgabe der Ventilatoren

    Baugröße FV [m²] FR [m²] Q [kW] VK [m³⁄h]
    NSR 180 hb 0,6 30 0,5 950
    NSR 200 hb 0,7 35 0,6 1000
    NSR 224 hb 0,9 45 0,7 1050
    NSR 250 hb 1,0 50 0,8 1100
    NSR 280 hb 1,2 60 1,0 1200
    NSR 315 hb 1,5 75 1,2 1250
    NSR 355 hb 1,8 90 1,5 1300
    NSR 400 hb 2,4 120 1,8 1350
    NSR 450 hb 3,0 150 2,2 1400
    NSR 500 hb 3,6 180 2,7 1450
    NSR 560 hb 4,4 220 3,3 1500
    NSR 630 hb 5,4 270 4,0 1650
    NSR 710 hb 6,5 325 5,0 1800
    NSR 800 hb 8,5 425 6,2 1900
    NSR 900 hb 10,5 525 7,8 2050
    NSR 1000 hb 12,5 625 9,7 2200
    NSR 1120 hb 16,4 820 12,2 2400
    NSR 1250 hb 20,0 1000 15,1 2600
    NSR 1400 hb 25,0 1250 20,0 2700
    FV: Ventilatoroberfläche
    FR: kleinste Raumumschließungsfläche, damit auf Kühlluft verzichtet werden kann
    VK: erforderliche Kühlluftmenge (T <= 40°C) bei Aufstellung in kleinen Räumen oder Kammern  
    Q:  Wärmeabgabe von isolierten Entrauchungsventilatoren (bei = 40°C)

    Aufstellung im Brandraum

    Soll der Ventilator direkt im zu entrauchenden Bereich („im Brandraum“) aufgestellt werden, so ist dies bei der Baureihe NSR - hb durch die Verwendung einer Brandschutzkapsel möglich (als Zubehör erhältlich). Hier sind in jedem Fall die in der Tabelle aufgeführten Kühlluftmengen zu berücksichtigen, die dem Entrauchungsvolumenstrom innerhalb der Kapsel beigemischt werden. Die Kühlluft ist der Kapsel über einen separaten L90-Kanal zuzuführen.



    Sonderbauformen       Seitenanfang

    Brandschutzkapsel - L90

    mit Entrauchungsventilator zur Aufstellung innerhalb von Gebäuden, innerhalb von Brandräumen, bestehend aus einer Profilstahl-Rahmenkonstruktion, die mit zweischaligen Isolierstoffplatten in Baustoffklasse A1, mit Prüfzeugnis nach DIN 4102, derart verkleidet ist, dass Wärmebrücken sicher vermieden werden.
    Die nötige Kühlluft zum Schutz der Triebwerksteile wird über eine in L90-ausgeführte Kühlluftleitung zugeführt. Der notwendige Unterdruck innerhalb der Brandschutzkapsel wird durch Öffnungen in der Ansaugleitung innerhalb der Kapsel bereitgestellt und ermöglicht die Förderung der Brandgase zusammen mit der Kühlluft in den Fortluftkanal. Die Brandschutzkapsel mit Entrauchungsventilator erfüllt die Anforderungen der DIN V 18232, Teil 6 bis Kategorie 3.


    Entrauchungsventilator mit Tandem-Antrieb

    Für den Einsatz als Entrauchungsventilator gemäß DIN V 18232, Teil 6 und zur normalen Lüftung geeignet.
    In den Ausführungen für Außen- und Innenaufstellung erhältlich. Von besonderem Vorteil dann, wenn sich beispielsweise mit polumschaltbaren Antriebsmotoren nicht die geforderten Entrauchungs- und Abluftströme
    bzw. Drücke erzielen lassen.




    Montageempfehlung L90-Kanäle       Seitenanfang

    L90 Kanal, Ventilatorzuströmung über Kanal:


    L90 Kanal, Ventilatorzuströmung über Ansaugkasten:




    Aufstellungs- und Wartungshinweise       Seitenanfang

    Montage - und Aufstellungshinweise

    Entrauchungsventilatoren werden komplett montiert, betriebsklar ausgeliefert. In besonderen Fällen kann bei isolierten Ventilatoren in geteilter Ausführung durch den Kunden eine De- und Rückmontage ohne Gewährleistungsverlust durchgeführt werden. Hierzu sind gesonderte Anleitungsunterlagen abzufordern.
    Mindest-Fundamentabmessungen sind zur Aufstellung der Ventilatoren erforderlich. Bedienungs- und Wartungsflächen berücksichtigen, gegebenenfalls mit dem Hersteller Rücksprache führen.
    Entrauchungsventilatoren werden schwingungsisoliert aufgestellt. Vom Hersteller vorgegebene Anordnung der Schwingungsisolatoren und saug- und druckseitige elastische Stutzen gewährleisten diese Anforderung.

    Wartung

    Mindest-Wartungszyklen für Entrauchungsventilatoren regelt die DIN EN 18232, Teil 5. Bei Verwendung des Entrauchungsventilators zur Be- und Entlüftung im Dauerbetrieb gelten gesonderte Wartungshinweise und sind vom Hersteller abzufordern.
    Vor Inbetriebnahme der Ventilatoren ist eine Nachschmierung der Lagerung durchzuführen.
    Ventilatoren der Baugrößen NSR 180 bis NSR 710 sind bei mittleren Drehzahlen alle 8.000 Betriebsstunden nachzuschmieren.
    Ventilatoren ab der Baugröße NSR 800 sind alle 1.500 Betriebsstunden nachzuschmieren.
    Als Schmiermittel empfehlen wir Litiumseifenfett, Konsistenz 2-3.
    Für die Lagerwartung der Antriebsmotore sind die Angaben des Herstellers maßgebend.

    Keilriemenantrieb

    Entrauchungsventilatoren haben als Keilriemenantrieb Hochleistungs-Schmalkeilriemen nach DIN 7753. Die Keilriemen sind bei Auslieferung vorschriftsmäßig gespannt. Die Keilriemenspannung ist nach ca. 10 Betriebsstunden zu prüfen und ggf. zu korrigieren.
    Beim Nachspannen gleichzeitig auf die Riemenflucht achten. Bei Erneuerung der Keilriemen sind diese satzweise auszutauschen.



    Technische Erläuterungen ⁄ Kennlinien       Seitenanfang

    Auslegungsbeispiel:





    Nachträgliche Drehzahländerungen bedürfen unserer Zustimmung.

    Die Anordnung der Federschwingungsdämpfer wird antriebsgerecht auf ausreichende Isolation gegenüber den Erregerdrehzahlen durch uns festgelegt.
    Die zugeordneten Maßblätter sind bis zur jeweils angegebenen max. Baugröße der Antriebsmotoren zutreffend, darüber hinaus entstehen Maßänderungen.

    Maßänderungen, die aus Weiterentwicklungen entstehen, sind vorbehalten.

    Kennlinien:

    Kennlinien NSR 180 hb

    Kennlinien NSR 200 hb

    Kennlinien NSR 224 hb

    Kennlinien NSR 250 hb

    Kennlinien NSR 280 hb

    Kennlinien NSR 315 hb

    Kennlinien NSR 355 hb

    Kennlinien NSR 400 hb

    Kennlinien NSR 450 hb

    Kennlinien NSR 500 hb

    Kennlinien NSR 560 hb

    Kennlinien NSR 630 hb

    Kennlinien NSR 710 hb

    Kennlinien NSR 800 hb

    Kennlinien NSR 900 hb

    Kennlinien NSR 1000 hb

    Kennlinien NSR 1120 hb

    Kennlinien NSR 1250 hb

    Kennlinien NSR 1400 hb



    Zulassungen       Seitenanfang


    Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

    EG-Konformitätszertifikat